Familienstellen / Systemstellen

Wir alle sind in verschiedene zwischenmenschliche Systeme eingebunden. Zu den wichtigsten zählen Herkunftsfamilie (Vorfahren, Eltern, Geschwister), Wahlfamilie (Ehe/Partnerschaft, Kinder) und das berufliche Umfeld. In all diesen Systemen sind Ordnungen und Rollen vorhanden – Eltern haben andere Rollen als Kinder, Vorgesetzte andere als Angestellte, usw.

Verursacht nun eine Person im System „Unordnung“, so hat es immer Auswirkungen auf mindestens eine weitere Person im selben System. Wenn sich also jemand in einem System unwohl fühlt oder leidet, so stimmen meist Ordnung oder Rollenverteilung nicht. Der Betroffene übernimmt in diesen Fällen unbewusst belastende Gefühle und unbewältigte Lebensaufgaben der anderen Systemmitglieder, was unweigerlich zu Problemen führt. So kann es z.B. sein, dass ein ungelöster Konflikt des Grossvaters gesundheitliche Auswirkungen auf die Enkelin hat, ohne dass ein Zusammenhang erkannt wird.

Mit Hilfe des Familien- und Systemstellens suchen Sie nach der richtigen inneren Ordnung, um fremde Lasten abzugeben und ihr eigenes Leben führen zu können bzw. zu dürfen. Das Familien- und Systemstellen ermöglicht persönliches Wachstum und ein Leben mit mehr Selbstbestimmung.

Vorgehensweise beim Familienstellen und Systemstellen in meiner Praxis

Das Familien- und Systemstellen kann in Gruppen- oder Einzelsitzungen durchgeführt werden. Ich biete ausschliesslich Einzelsitzungen an. Im Unterschied zu den Gruppensitzungen, wo andere Seminarteilnehmer die verschiedenen Rollen in Ihrem System spielen, setzen Sie bei mir Figuren und Farbmatten dafür ein.

Familienstellen und Systemstellen in der Einzelsitzung

Wir stellen Ihr System mit Hilfe der dafür vorgesehenen Figuren und Farbmatten auf. Wenn Sie Ihr System beziehungsweise die Personen aus Ihrem System anschliessend betrachten, gehen Sie automatisch in eine leichte Trance. Dies passiert ganz von alleine und bedeutet, dass Sie sich unwillkürlich und aus Ihrem Unterbewusstsein heraus in die Personen hineinfühlen können, während ich Ihnen gezielte Fragen dazu stelle. Eine ähnliche Vorgehensweise wende ich auch in der aufdeckenden Hypnose an (systemische Hypnotherapie).

Der Vorteil dieser beiden Vorgehensweisen liegt darin, dass Sie die Chance haben, sich selber in jede beliebige Person hineinzuversetzen, um deren Gefühle und Gedanken nachvollziehen zu können. Solche Einblicke führen dazu, dass Sie ein tieferes Verständnis für menschliche Verhaltensweisen entwickeln und bessere private und berufliche Entscheide treffen können.

Aufstellungsthemen und Dauer einer Sitzung:

In der Regel beginne ich mit dem Aufstellen der Herkunfts- und Wahlfamilien. Hier werden unter anderem schwierige Kind-Eltern-Beziehungen, Partnerschaftsprobleme oder Probleme in der Patchworkfamilie mit Ex-Partnern aufgelöst. Dies kann 2 bis 6 Stunden dauern, je nach Komplexität der Thematiken.

Erfahrungsgemäss können im Rahmen dieses Prozesses viele weitere Konflikte mit aufgelöst werden, z.B. mangelndes Selbstwertgefühl und Ängste, etc. welche oft durch diese bzw. in diesen Systemen entstanden sind.

Weitere mögliche Aufstellungsthemen:

• Abschied von geliebten Menschen (Trennung, Scheidung, Tod)
• Berufliche Anliegen
• Entscheidungsfragen (z.B. Stellensuche, Finanzen etc.)

Was Sie mitbringen müssen:

• Sie sind ein Mensch, der eigenverantwortlich und zielgerichtet lebt.
• Sie sind bereit, teils schmerzhafte bewusste und unbewusste Ereignisse aus der Vergangenheit noch einmal innerlich zu durchleben.
• Sie sind bei stabiler psychischer Gesundheit, um die zu erwartenden Abreaktionen gut zu vertragen.

Kosten

Das Honorar pro Stunde beträgt CHF 180.−. Die Zahlung erfolgt in bar oder mittels EC-Karte direkt nach Ihrer Sitzung.
Die Kosten werden von den Krankenkassen in der Regel nicht übernommen.
Im Verhinderungsfall bitte ich Sie, mich spätestens einen Werktag vorher telefonisch zu informieren. Bitte beachten Sie, dass nicht eingehaltene Termine ohne Abmeldung mit einem Pauschalbetrag von CHF 250.− in Rechnung gestellt werden.

Die Seminarteilnehmer sitzen im Kreis, die Mitte dient als Bühne, um die Systeme aufzustellen. Dies ermöglicht den Teilnehmern, „ihr“ System von aussen zu erfahren.Stellt ein Teilnehmer bspw. seine Herkunftsfamilie auf, wählt er die Teilnehmer für die Rollen Vater, Mutter, Geschwister und sich selbst intuitiv aus. Ohne dass die Rollenstellvertreter die realen Personen kennen, fühlen und verhalten sie sich jedoch genauso wie diese. Erklärt wird dieser wundersame Vorgang durch sogenannte „morphogenetischer Felder“ (nach dem britischen Zellbiologen Rupert Sheldrake).Die Aufgabe des Moderators/Therapeuten ist es, durch Verändern der Plätze, Aussprechen von lösenden Sätzen und vor allem durch das Achten des Anderen ein neues inneres Bild bzw. eine neue innere Ordnung entstehen zu lassen.So kann die Liebe und Achtung des aufstellenden Teilnehmers gegenüber den Mitgliedern seines Systems wieder fliessen. Er kann die frei gewordene Kraft für ein zufriedeneres, erfüllteres Leben nutzen.